Topic-icon 1200 qm See/Teich - wie Trennbereich erstellen!

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08 Aug 2018 07:21 #27579 von Boe
Hallo liebe Foren-Mitglieder,

ich bin neu hier. Ich stelle mich kurz vor: Mein Name ist Elliott und in einem Jahr sind wir Bewohner eines Hauses mit Zugang zu einem kleinen Privatsee im Norden Deutschlands.

Mein Traum: Ein Haus mit Wasserzugang ... zum Schwimmen... :-))

Nun mit folgenden Gegebenheiten:
- Es handelt sich um einen kleinen See oder Teich (darf der sich schon See nennen bei ca. 1200 qm mit einer Tiefe von etwa 1,50 m, da total verschlammt?)
- Uns gehören ca 30-40% davon mit eigenem Steg.
- Auf der anderen Seite (teilweise durch eine Landzunge getrennt und im Sommer durch Begrünung dieser Landzunge etwas verdeckt) befindet sich der Eigentümer des anderen See-Anteils mit seinem Gestüt mit Pferdebox-Vermietung und grßer Weide. Der See-Zugang vom Gestüt aus ist theoretisch für jedermann möglich.
- Im See befinden sich Fische und ansonsten gibt es Enten und alles was sich dort ansiedelt.
- Keiner der beiden Eigentümer ist in den letzten Jahren darauf gekommen, den See zum Baden zu benutzen, so ist er mehr und mehr verschlammt.
- Auf unserem Grundstück befindet sich zusätzlich ein Bachlauf (eher Graben), der mittels Verbindungsrohr von der Gemeinde (haben dieses Recht dazu) ab und an zum Ausgleich des Wasserstandes des Sees (war früher öffentlich) geöffnet wird.

So, sorry, das war jetzt viel zu den Gegebenheiten... jetzt meine Frage:

Zuerst war unsere Begeisterung so groß und wir wollten sogar auf unsere Kosten den ganzen See ausbaggern lassen, obwohl uns noch nicht einmal der Löwenanteil gehört. Der Gestütsbesitzer hat natürlich null Interesse sich daran zu beteiligen, da dort nur ab und an seine Pfederde getränkt werden oder mal kurz durchlaufen. Dort sitzt auch mal einer, der angelt.

Den ganzen See zu sanieren haben wir nicht nur der Kosten wegen verworfen. Wir gehen natürlich davon aus, dass, wenn wir den See komplett sanieren, damit gleichzeitig ein Freibad für das ganze Dorf eröffnen, denn schliesslich ist der Zugang von der Gestüts-Seite praktisch für jeden zugänglich.

Wir befürchten damit schnell dutzende von Wasser-Freunden und spielenden Kindern vor unseren Garten zu locken. Da wir schon etwas älter sind, würden wir das geräuschtechnisch 1. gar nicht aushalten und 2. kann jeder an und in unseren Garten schwimmen. Daher wurde die Komplett-Sanierung zunächst verworfen.

Ich möchte nun gerne einen abgetrennten Bereich für mich zum Schwimmen machen - und ´zwar genau vor unseren Steg. Der Rest kann ja einfach so bleiben und ist auch schön anzusehen...
Die Frage ist wie kann man sowas machen?
Welche Materialien oder Ideen wären da möglich? Ich habe schon mal an einen Naturdamm gedacht...., aber muss da vorher trotzdem das ganze Wasser aus dem Teich und die Fische evakuiert werden?
Oder ´ne Mauer setzen und dann später nur diesen Bereich ausbaggern?
Grundsätzlich müsste sowas doch möglich sein ...?! Gibt es dazu Spezialisten, die sowas machen können?

Vielen Dank fürs Lesen und ich würde mich über einen Austausch wirklich sehr freuen! :-))

Viele Grüße erstmal und einen schönen Tag ....!!!
Elliott

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08 Aug 2018 10:50 #27580 von the_farmer
Ich glaube, das shier ist das falsche Forum, dennoch interressiert auch mich die lösung....

die erste frage, die du dir stellen musst, ist: darfst du überhaupt etwas abtrennen. ich fürchte fast, die antwort wird nein sein...... wenn dennoch ja. fallen mir spontan folgende dinge ein

- mauer scheidet aus, benötigst ein fundament.

- metallspuntwände auch, hässlich und die müssen in den boden gerammt werden.

du wohnst im norden? robinienholzstämme...siehe pfahlbauten an bzw in der nordsee ....ganz viele nebeneinander erbiet ne abtrennung.

oder einen wall aus naturstein, an den du günstig kommst.... den kannst du kippen, de rnimmt natürlichmassig platz weg (hoch wie breit plus plateu)
soll heissen, wenn du nen 150 hohen wall kippst, auf dem du oben laufen kannst, ist e runten 180 breit.
natürlich könnte man den unsichtbaren bereich mit billigem mineralischen auffüllen.
könnt emir vorstellen, dass er nach den jahren durch ablegerungen FAST wasserdicht wird.
also muss da alle 1-2 meter nen kg 160 rohr mit sperrschieber rein.
dahinter könntes du baggern..... auf deinem grundstück wie du magst.......
oder saugen... benögst nur eine sickerfläche, den getrockneten schlamm kannst du danach abtransportieren!

mach mal fotos.....

wenn alles fertig ist, nen 2. wall als filterteich!!!!!!????

...man könnte mal gucken, bei welchem abbruchunternehmer sich der recyclingschotter bis in den himmel türmt..... gibbet meist für 6 euro die tonne und weniger...du musst den nur aufs wasser bekommen.
sehr teuer...aber realistisch realisierbar...... aber teuer!

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08 Aug 2018 11:40 #27581 von Boe
Hallo the_famer,
wow, danke erstmal für die schnelle Antwort. Du hast recht, wir müssen erstmal mit der Gemeinde sprechen, wobei der See-Anteil uns schon richtig gehört. Der zählt auch zum gekauften Grundstück.

Die Pfahl-Methode ist ganz neu für mich und die finde ich auch gut. Faulen die Pfähle denn nicht weg oder werden die irgendwie getränkt. Sorry, hab keine Ahnung davon.
Die zweite Methode mit den Natursteinen finde ich auch sehr gut. Gabionen (diese Gitterboxen mit Steinen) bräuchen doch kein Fundament, oder? Keine Ahnung, ob das auch möglich wäre. Auf jeden Fall ein guter Anfang.
Aber zuerst muss ich wohl mal die Gemeinde interviewen. Will natürlich auch keine schlafenden Hunde wecken ;-)...

Melde mich wieder ....

Liebe Grüße
Elliott

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08 Aug 2018 13:04 #27582 von Roadrunner
Hallo,
sehr interessantes Projekt.
Da würde mich auch mal interessieren, wie das ausgeht.

Die (bau-)rechtliche Machbarkeit muss natürlich erst einmal geklärt werden.
Dann ist möglicherweise die Grundstücksgrenze auf der Wasserfläche schwierig nachzuvollziehen, wenn es nicht einfach eine gerade Linie von zwei Uferpunkten aus ist.

Spontan hatte ich auch an Pfähle gedacht. Ich denke da musst du nur das richtige Holz finden. Stege etc. werden ja auch oft aus Holz gebaut und halten auch recht lange.

Eine Steinschüttung wird logistisch recht aufwändig werden, aber mit den Gabionen hast du ja schon weiter gedacht und eine wahrscheinlich mengenmäßig günstige Variante gefunden.
Füllen musst du diese dann ja auch nicht mit Feldsteinen, sondern kannst das günstigste Material suchen, was halt nicht durch die Korböffnung rutscht.
Ich denke die Absprerrung müsste ja auch nicht bis über die Wasseroberfläche reichen. Du willst ja am Grund eine Sperre haben, dass der Schlamm des angrenzenden Grundstückes nicht wieder über die abgebaggerte Fläche rutscht.
Dann würde man auch von außen gar nicht sehen, dass da überhaupt etwas gemacht wurde.
Bei Gabionen müsstest du wahrscheinlich auch erst einmal einen schlammfreien Streifen haben, auf den du die aufstellen kannst, sonst hast du keine vernünftige Standsicherheit.

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08 Aug 2018 13:12 #27583 von the_farmer
für gabionen benötigst du nene industrietaucher!

robinienholz ist (see)wasserresistent. in und auf dem holz lebt ein pilz, der das holz schützt.

schau dir mal z.b. in st peter ording die die restaurants an.... die pfähle stehen z.t. seit den 20er jahren....

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08 Aug 2018 13:38 #27584 von Boe
Hallo Roadrunner,
vielen Dank für Deine Ideen. Was ich überhaupt noch nicht bedacht hatte ist, dass eine Trennung ja möglicherweise nicht über die Wasseroberfläche hinweg bzw. bis kurz unter der Wasser drunter erfolgen könnte, ohne dass der Schlamm rüberkommt.
Ist es richtig, dass die obere Schicht des Wassers dann immer sauber genug zum Schwimmen wäre, auch wenn sie sich austauschen kann?
Eigentlich geht es mir ja vor allem darum nicht auf allen angesammelten Schlamm und wer weiss, was sonst noch zu stoßen.
Wasserqualität sollte man sicher auch mal prüfen lassen ...

Danke sehr für Deine Infos....
Ich bin auch sehr gespannt. Sind ja die ersten Überlegungen und wir sind nicht so oft dort, da unsere Mieterin (die ehemalige Eigentümerin) dort noch bis Ende nächsten Jahres wohnen darf. Hin und wieder besuchen wir sie.

Viele Grüße
Elliott

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