Topic-icon Algenproblem---wenig Wasserbewegung(Zirkulation)

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08 Jul 2016 15:10 #23685 von Hornbill
klar, ein Schlauch kann bei den relativ druckschwachen Teichpumpen nicht zu viel Durchmesser haben, aber es bleibt die Frage nach dem Verhältnis von Aufwand und Nutzen. Um das bewerten zu können ist aber zunächst die korrekte Berechnung der hydraulischen Verhältnisse sehr entscheidend.
Das betrifft in gleichem Maß auch die ganze fehlgeleitete Diskussion über angeblich unsinnige 50er Zugschieber und nicht funktionierende Skimmer. Aber das gehört hier nicht her.

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08 Jul 2016 21:29 - 08 Jul 2016 21:43 #23689 von ThorstenC
Der oft genannte online-Rechner für "Druckverluste" Druckverlust.de ist für uns Laien schon recht hilfreich. :)

Wobei ich das Wort "Druckverluste" nicht so ganz ernst nehme ;).

Man kann dort unter Angabe von Rohrinnendurchmesser, Leitungslänge sich ausrechnen lassen, wie groß der hydraulische Widerstand ist- das heißt z.B. wieviel Gegendruck ("Höhe") die Pumpe durch den hydrauischen Widerstand der Rohre überwinden muß....
Dazu kann man noch bei gepumpten Systemen die Höhe Wasserspiegel-Filtereinlauf dazurechnen...

Bei einem Schwerkraft-System läuft das Wasser vom Teich über Bodenabläufe oder Skimmer im Teich per Rohr in eine Filterkammer..und wird erst dort gepumpt.
Dadurch entsteht eine Höhendifferenz Teich- Filterkammer, die eben dem Widerstand der Rohrleitungen in Abhängigkeit der Pumpleistung entspricht.

Wer genau "kalkulieren" möchte, der muß bei Rohrverbindungen in Reihe für jeder Gerade Rohrstrecke, Bogen, Engstelle den Widerstand extra berechnen lassen und dann aufaddieren.

Zumindest an meinen Saugleitungen in Schwerkraft (KG 110,125) konnte ich sehr schön die Höhendifferenzen Teich-Filterkammer bei verschiedenen Pumpleistungen abmessen und mit dem druckverlust.de Rechner vergleichen.
Es passte- Theorie und Praxis bis auf den cm. :) Wobei ich der Einfachheit halber nur die geraden Rohrstrecken berechnet hatte...und die Bögen vernachlässigte..

Alle Pumpen oder auch LH haben eine Kennline...entweder auf Druck ausgelegte Pumpen für Förderhöhe oder viel Gegendruck (Brunnenpumpen z.B.)

oder eben für viel Fördervolumen und wenig Förderhöhe/ Gegendruck...(Luftheber oder Flowpumpen)...

Manche Teichler versuchen so energieeffizient wie möglich zu pumpen- Widerstände der Rohrleitungen und Förderhöhen zu vermeiden- am Besten gen null, was rein physikalisch leider nicht geht.

ES gibt da schon gute Beispiele, wo lediglich umgerechnet 1W elektrische Energie für 1m³ gepumptes Wasser in der Filterkette benötigt wird..
und das mit ein wenig Luft..

Für beispielhafte 25m³/h Pumpleistung wäre mir pers. ein KG110 Rohr zu unterdimensioniert...eher ein KG160.
Weil dann kann ich eine Pumpe/LH wählen, die für die gewünschte Förderleistung möglichst wenig Energie benötigt.

Z.B. bei 30m Leitungslänge, 25m³/h und KG160 Leitungslänge:

Fördermedium: Wasser 20 °C / flüssig
Volumenstrom: 25 m³/h
Dichte: 998,206 kg/m³
Dynamische Viskosität: 1001,61 10-6 kg/ms

Rohrleitungselement: Kreisrohr
Elementabmessungen: Rohrdurchmesser D: 150 mm
Rohrlänge L: 30 m

Strömungsgeschwindigkeit: 0,39 m/s
Reynolds-Zahl: 58746
Strömungsgeschw.2: -
Reynolds-Zahl 2: -
Strömungsform: turbulent
Rohrrauhigkeit: 0 mm
Rohrreibungszahl: 0,02
Zeta-Wert: 4,03
Zeta-Wert abzw.Rohr: -
Druckv. abzw.Rohr: -
Druckverlust: 3,11 mbar

Das entspricht also 3,11cm Gegendruck für die Pumpe durch den Rohrwiderstand.
Die Strömungsgeschwindigkeit mit 0,39m/s liegt gerade noch so hoch, dass Rohre ggf. nicht so schnell versotten (da schreiben viele etwas von 0,5m/s mind- was aber eventuell aus dem Kanalbau abgeleitet wurde).
Alle Leitungen sollten eigentlich eine Reinigungsmöglichkeit haben...kann ich nur empfehlen.

Es mag sich pingelig anhören, mit großen Leitungsdurchmessern den Rohrwiderstand gering zu halten und um jeden cm zu kämpfen.. :) , aber im Nachhinein kann man sehr energieefizient pumpen und filtern- wer das möchte. :)
Und wenn dazu alle Saugstellen zugleich funktionieren ist alles Gut. :)


Mal kurz zu dem "Becken".
Da ist schwer ohne grundsätzliche Änderungen etwas vernünftiges hin zu bekommen...
Es ist eben ein flaches "Architektenbecken" mit Wasserspielen...wo auch nicht klar ist, was die Eigentümer zu einem Umbau sagen würden...
So eine Naturbiotop mit fast keiner Technik kann da sicher besser funktionieren und aussehen, als ein Flachbecken mit Kies...

Sand- Lehm unten rein und Pflanzen, die auch über das Wasser ragen, nett aussehen und die Nährstoffe aus dem Wasser nehmen.
Dort müsstest Du aber 2 x im Jahr rein und "Ernten"..
Und dann könnten ggf- noch Frösche einziehen und quaken ;)
Du kannst das Wasser noch wilder im Kreis pumpen..ohne Filterung und ohne ein paar Pflanzen wird es nichts ändern...

Noch eine Frage an den Elektriker:
Was sagt die VDE 0100 zu dem Wasserbecken und dort getaucht im Wasser installierten 230V- Pumpen, wo jedermann die Finger reindippen kann?

Schwimmteich nicht in klassischer NG-Filterabfolge,
Schwerkraftfilteranlage mit
4 offenen Bodenabsaugungen,
2 Skimmern in Schwerkraft, in KG110
zentraler Filterung 0,07mm über Trommelfilter,
Luftheber als Pumpe und Filterteich nach NG-Vorbild.

Nur meine Laienhafte Meinung und Erfahrungen.
Letzte Änderung: 08 Jul 2016 21:43 von ThorstenC.

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24 Jul 2016 03:55 #23823 von the_farmer
1. Pflanzen Pflanzen Pflanzen......... das wird ein gülleloch. und da ist gar keine Strömung erforderlich,

2. kies raus. modder sacktab, setzt sich in den Hohlräumen rein, gammelt weiter, kann nicht mehr entfernt werden. einfach 0/8 er grobsand.

3. für die Strömung: 0 förderhöhe erreichen. da der Teich aufm dach ist, wird er rechtwinkelig sein. ich würde die pumpe ohne schlauchadapter an einer wand der Längsseite setzen und schlicht umwälzen lassen. das geht dann immer brav im kreis. die frage ist.....warum soll es das ohne pflanzen.
ansonsten: 110er kackrohr für den wassertransport.
wobei die pumpen für 30m einfach nicht ausgelegt sind.

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24 Jul 2016 06:25 #23826 von salamander

the_farmer schrieb: 1.

3. für die Strömung: 0 förderhöhe erreichen. da der Teich aufm dach ist, wird er rechtwinkelig sein. ich würde die pumpe ohne schlauchadapter an einer wand der Längsseite setzen und schlicht umwälzen lassen. das geht dann immer brav im kreis. die frage ist.....warum soll es das ohne pflanzen.
ansonsten: 110er kackrohr für den wassertransport.
wobei die pumpen für 30m einfach nicht ausgelegt sind.


Die Pumpe ohne Schlauchadapter zu betreiben ist für mich absolut sinnfrei, das Wasser würde nur auf einer Fläche von max. 3 m² umgewälzt. (oder habe ich da was falsch verstanden?)

Wie in einem früheren Beitrag hier erwähnt liegt die Förderhöhe eh bei fast null. Jede Pumpe kann bei richtig angepasster Leitung 30 m fördern.

Gruß Roland

www.teichbau-forum-naturagart.de/index.p...echnik-grube-aushebe
ST. 20.5 m x 11.0 m 1.35m tief
FG. 3.5 m x 10 m 0,6m tief
2 Saugsammler, 2 Pumpen 6500SKS
2 Standartfilter, 2 UVC 55
5 Bodenabläufe,Eigenbauskimmer
2 Zuläufe,
Wasservolumen 130000 Liter

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24 Jul 2016 06:42 #23827 von the_farmer
So wie ich das gelesen habe, hängt an der pumpe kein filter dran. es geht also wohl nur um die wasserbewegung. klar, ohne Bepflanzung ist auch die sinnlos, aber ich bin mir sicher, dass eine pumpe mit 25m3 in der stunde eine langsame, aber stetige Kreisbewegung des wassers hinbekommen würde.

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24 Jul 2016 14:45 - 24 Jul 2016 14:47 #23833 von °Dirk°

ThorstenC schrieb: Mal kurz zu dem "Becken".
Da ist schwer ohne grundsätzliche Änderungen etwas vernünftiges hin zu bekommen...
Es ist eben ein flaches "Architektenbecken" mit Wasserspielen...wo auch nicht klar ist, was die Eigentümer zu einem Umbau sagen würden...
So eine Naturbiotop mit fast keiner Technik kann da sicher besser funktionieren und aussehen, als ein Flachbecken mit Kies...


Ja,genauso sieht es aus.Architektenbecken mit Wasser befüllt und plötzlich(das Dingen steht jetzt schon so 5-6 Jahre,aber die Beschwerden werden ja nicht weniger)wundert man sich warum sich Algen bilden.Macht mal was dagegen.Ich denke aber schon dass wenn sich eine Vernünftige Lösung herauskristallisiert und ich das dem Eigentümer nahe Lege dass da schon was in dieser Richtung passieren wird.Nur was?

ThorstenC schrieb: Noch eine Frage an den Elektriker:
Was sagt die VDE 0100 zu dem Wasserbecken und dort getaucht im Wasser installierten 230V- Pumpen, wo jedermann die Finger reindippen kann?


Verbindungen sind ausserhalb des Teichbereiches bzw. liegen nicht im Wasser.Einzig die Pumpen haben direkten Kontakt mit Wasser aber das müssen sie ja auch.Der Stromkreis wird logischerweise mit einem 25/0,03A Fi "geschützt".
Hätte man sicherlich auch anders lösen können(Trenntrafo`s)oder direkt mit 12V Schutzkleinspannung aber wir haben das nicht erstellt.

Danke vorerst für die Anteilnahme.
Letzte Änderung: 24 Jul 2016 14:47 von °Dirk°.

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