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Topic-icon Zielsaugtechnik, Skimmerbetrieb

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24 Sep 2021 08:03 #33156 von Alfons-Teich
Hallo Alexander,

auch ich möchte Dich noch einmal eindringlich bitten, keine Pumpe direkt an einen Saugsammler anzuschließen. Durch die 8 mm-Löcher kommen Molche, Libellenlarven oder andere kleine Tiere einfach durch und werden dann durch die Pumpenflügel erschlagen oder zerquetscht.
Das passiert so leider auch mit Deinen Skimmern.
Dein Argument, Du bräuchtest nur eine Leitung mit einem geringeren Querschnitt, ist falsch.
Die Wassermenge, die Deine Pumpe in Umlauf versetzt, muss durch diese Ansaugleitung hindurch. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Ansaugleitung in einem Filtergraben endet oder direkt in der Pumpe. Die Strömungsgeschwindigkeit und damit der Strömungswiderstand ist derselbe !
Naturagart nennt noch ein weiteres Argument für den Schwerkraftbetrieb: Der über Schwerkraft aus den Sedimentfallen angesaugte Mulm kann sich leichter im Filterteich absetzen, als wenn er durch die schnell laufenden Pumpenflügel fein zerhäckselt wird.
Bei Deiner Teichgröße brauchst Du eine größere Anzahl an Sedimentfallen. Die musst Du im Wechsel gezielt auswählen können, damit Du ausreichende Strömungsgeschwindigkeiten erhältst. Auch das ist ein Argument für einen Saugsammler mit Verbindung in den Filterteich.

Einen Nachteil hat das Schwerkraftsystem: Dein Filterteich, der heute vermutlich einen höheren Wasserstand als Dein Teich hat, wird im Betrieb dann einen niedrigeren Wasserstand haben. Vielleicht denkst Du darüber nach, einen kleinen Teil Deines Teiches abzutrennen, dort die Saugsammler zu installieren und in einem großzügigen Kiesbett die Vorfilter der Pumpe einzubetten, die den Wasserstrom in den Filterteich bringt. Dann hättest Du nur einen relativ kleinen Bereich mit abgesenktem Wasserspiegel, der Rest bleibt gleich.

Gruß
Alfons

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30 Sep 2021 06:45 #33173 von zeni99
Hallo Alfons, danke für deinen ausführlichen Beitrag. Folgendes zu deinen Argumenten.
Beim Querschnitt gibt es aus meiner Sicht schon einen Unterschied. Wenn ich die Pumpe direkt anhänge habe ich trotz Strömungswiderstand genügend großen Durchfluss in einer 50er Leitung. Damit ich dieselbe Strömungsgeschwindigkeit eben wegen des Widerstandes in eben diesem 50er Schlauch erzeugen könnte müsste der Niveau Unterschied zwischen Filtergraben und Teich extrem groß sein. Nach meinen überschlagsmäßigen Berechnungen knapp einen Meter. Dies wird eben mit zunehmendem Querschnitt viel weniger (70er 21 cm, 100er 7cm).
Das sich das Sediment unzerhächselt schneller absetzen würde, da gebe ich dir recht, allerdings weiß ich nicht ob das dann wirklich eine Rolle spielt. Der Filtergraben ist ca. 20m lang.
Die einzelnen Sedimentfallen könnte ich bei Direktanschluss genauso mit Schiebern vor der Pumpe auswählen, da gibt es keinen Unterschied (bis auf ein paar kleine DN50 Rohstücke).
Aber (zur Beruhigung :-) ich habe mich in der Zwischenzeit, auch aufgrund eurer Argumente dazu entschieden größere Schläuche zu verlegen und mit Schwerkraft zu fahren. (flexiblere nachträgliche Möglichkeiten).
Wobei das Argument, das Zerhäckseln der Tiere nach meinem Dafürhalten ans philosophische grenzt. Wenn man langjähriger Teichbesitzer ist lernt man auch zwangsläufig etwas über das Leben dazu. Z.b. wenn ich mit dem Kescher Mulm oder Algen oder Pflanzenreste aus dem Teich fische, sind zwangsläufig Lebewesen dabei. Ich habe es mir angewöhnt vorm ausleeren nochmals reinzuschauen und sichtbare Tiere zu wie Schnecken od. Libellenlarven, ... zu entnehmen und in den Filterteich zu werfen. Allerdings wenn manetwas genauer schaut, dann wären da noch jedesmal jede Menge kleinerer Lebewesen dabei, die man nicht mehr ..., dann erst mit Blick durch ein Mikroskop. Noch viel Kleinstlebewesen gehen drauf wenn man notwendigerweise die alten Pflanzen im Filtergraben ausreißt (einmal jährlich). Wo fängt man an, wo hört man auf ?
Nüchtern betrachtet gehen durch 8mm Löcher nur mehr kleine Lebewesen, von denen die meisten den Durchlauf durch die Pumpe unbeschadet überstehen, ..... manche bestimmt auch nicht, aber siehe oben.
Aber wie gesagt, ich habe mich eh für die Schwerkraft entschieden.
Gruß Alexander

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30 Sep 2021 07:35 #33175 von Lohschneider
Hallo, ich gebe dir recht, dass die Grenzen fließend sind, dass man einen gesunden Kompromiss finden muss. Und letztendlich muss das auch jeder für sich entscheiden. Ich keschere wie ein Weltmeister und schaue auch, dass ich Lebewesen wieder in den FG setze, aber letztendlich geht das nur in einem bestimmten Rahmen.
Ich für meinen Teil habe inzwischen viele Erfahrungen gemacht, bin sicher weit weg von einem Expertenstatus, lerne täglich dazu. Berichte, Erfahrungen von anderen überdenken ich, setze Dinge um, die ich für sinnvoll erachte, aber mache manche Dinge halt doch wie ich meine.
Ein " gemeinsam mit der Natur" versuche ich soweit es sich machen lässt...
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