Fisch und Filterteich per Bachlauf verbinden

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28 Mai 2024 06:57 #35787 von Alfons-Teich
Hallo Gartenmax,

schön, dass Du in Deinem Garten einen Teich anlegen willst.
Deine Pläne sind, gemessen an Deinem Kenntnisstand, durchaus ambitioniert. Dennoch will ich Dich etwas bremsen. Ein 30 + 10 m³-Teich ist ein eher kleines Projekt, ein großer Teil der Teichbauer hier im Forum haben doppelt so groß oder größer gebaut.
Einen Rekord hältst Du jedoch jetzt schon mit der geplanten Umwälzung! Üblicherweise werden 100 m³-Teiche mit einer 8.000-10.000er Pumpe erfolgreich betrieben. Hast Du das (zeitlich parallele) Thema gelesen über die geplante Stilllegung eines kleinen Beckens wegen Stromkosten?
Rechne mal aus, was das bei Deinen Plänen bedeutet.
10° Neigung bedeuten 22% (kein Tief- oder Gartenbauer benutzt Gradangaben!), d.h. auf 10 m Bachlauf ein Höhenunterschied von 2,20 m. Das wird eine fette Pumpe...
Bei Deinem Layout ist noch folgendes zu bedenken:
- In Bachläufen herrschen hervorragende Bedingungen für Fadenalgenwachstum. Das ist selbst bei der üblicheren Konfiguration so, wo der Bachlauf von gereinigtem Wasser aus dem Filterteich durchflossen wird. Das nährstoffreiche Wasser fließt aus dem Fischteich hier zuerst durch den Bach.
- In Deinem Plan ist der kleinere Teich unten. Schaltest Du die Pumpe ein, wird eine ziemlich lange Zeit die Druckleitung gefüllt, dann der obere Teich soweit gefüllt, bis er überläuft, dann füllen sich im Bachlauf Becken für Becken. Beor ein Tropfen wieder unten ankommt, ist der Wasserspiegel extrem abgesunken.
- Damit Du gemäß Naturagart-System Bodenabsaugungen für das Sediment einbauen kannst, musst Du eine Art Sammelschacht mit einem Überlauf bauen.
- Ganz kleine Fische werden einen Weg vom oberen in den unteren Teich finden und dann dort wachsen.

Bedenken heißt, Du solltest darüber nachdenken. Das Projekt ist deshalb nicht gestorben. Es gibt Lösungen dafür. Miss bitte Dein Grundstück sorgfältig aus und ermittle die Höhen. Lies hier im Forum, blätter auch weit zurück. Die für Dich relevanten Diskussionen liegen Jahre zurück, sind aber immer noch gültig.

Viel Erfolg, es kann ein schöner Wassergarten werden!

Gruß Alfons

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27 Mai 2024 20:32 #35785 von H0LG3R
Naja, ich halte einfach mal die Umwälzrate für wesentlich zu hoch. Wenn in den Teich nur nen paar Goldfische sollen müsstest du doch mit 5 oder 6000 Liter die Stunde bei weitem klar kommen. Frag doch mal bei NG nach, die wissen das garantiert noch besser als ich.

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27 Mai 2024 15:06 - 27 Mai 2024 15:06 #35775 von Marjo
Hallo,

ein Bachlauf ist immer sehr schön. Die Breite ist eigentlich egal, das Wasser sollte in Stufen fließen und nur an den Stufen siehst Du die Wasserbewegung. Es ist eine Abfolge von einzelnen Becken und von einem fließt das Wasser ins andere. Die Pumpenleistung kannst Du dann so einstellen, das die Fälle von Becken zu Becken gut aussehen. Damit benötigtest Du keine enormen Pumpenleistungen.

Viele Grüße 
Mario
Letzte Änderung: 27 Mai 2024 15:06 von Marjo.

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27 Mai 2024 14:49 #35774 von WasserElch
Hallo Gartenmax

Ich würde den Bachlauf so gestalten, wie er optisch am besten wirkt. Das überschüssige Wasser kannst Du mit einem Bypass direkt in den Fischteich leiten. Mit einem Schieber kannst du dann die Wassermenge des Bachlaufs regulieren und ihn ggf. für Umbauarbeiten auch mal trockenlegen.

Gruss
Michael

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27 Mai 2024 13:47 #35773 von Gartenmax
Hallo liebe Teichfreunde,

Ich habe ein großes Projekt in meinem Garten vor:
Ich möchte einen ca. 20-30m³ großen Zierfischteich (nur ein paar Goldfische, keine Exoten) und einen ca. 10m³ "Filterteich" (also nur Pflanzen) mit einem bachlauf verbinden. Rein vom Gefälle her sollte es kein problem sein. Ich komme auf durchschnittlich 10°.
Allein die Größenvorstellung brachte mich auf den projektnamen "Aquapolis" oder "Aquantis"
Jetzt habe ich angefangen zu planen und dachte mir ich sollte vielleicht doch mal mit einem Profi sprechen. Dieser hörte sich den Vorschlag an und sagte sofort "kannste vergessen".
Auf die Frage warum stellte sich heraus, dass der bachlauf ca 2,20 m breit sein müsste (rein platztechnisch kein problem) aufgrund der hohen wasserumwälzung. Er berechnete es mit der Formel: bachlaufbreite in cm x 1,5 = Liter/Min. Soweit so gut. Bei einer benötigten umwälzmenge von ca. 20.000L/Stunde (er meinte halbe Menge pro Stunde reicht), käme der bachlauf auf 222 cm.
Meine frage(n):
1. Hat er generell recht damit?
2. Kann ich den bachlauf nicht auch enger gestalten und erreiche damit mehr "sprudeleffekt"
3. Kann ich bei solchen Mengen überhaupt noch staustufen einrichten?
4. Ist mein projekt gestorben?😭😭

Ich hänge euch mal eine Skizze an, kann aber gerne auch mit Fotos oder dergleichen dienen wenn es dadurch leichter fällt.

Ich freue mich auf jede Antwort,
Gartenmax
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