Topic-icon Vorstellung meines Teichprojekts und zwei Fragen

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26 Jun 2019 06:17 #28634 von Grobi
Wenn ich das richtig verstanden habe wird der Beton zwar hart, aber durch das schnelle austrocknen brüchig. Die Fläche permanent bei den Temperaturen feucht zu halten und zu kühlen ist schier unmöglich. Selbst wenn ich einen Wassersprenger nehmen würde bzw. zwei, da wir zwei Wasserhähne haben, würde ich nicht die ganze Fläche damit abdecken können. Naturagart hat vom Vermörteln bei den Temperaturen abgeraten. Bei der Fläche ist mir das Risiko im Moment zu hoch. Nächste Woche soll es etwas kühler werden, mal sehen.

VG

Stefan

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26 Jun 2019 06:57 #28635 von Norbert
Guten Morgen,

es gibt für eine Mörtelmischung ein ideales Wasser-/Zement-Verhältnis. Zu viel oder zu wenig machen ihn weniger hart - der Unterschied ist aber für diesen Anwendungsfall unbedeutend.
Schlechter ist folgender Effekt:
Man braucht eine bestimmte Zementmenge, um die Sandkörner zu umhüllen. Für feinen Sand braucht man daher mehr als für groben Estrichsand.
Bei lokalen Mischungen passt das mehr oder weniger - bei fertiger Sackware hat das einer gemessen und ausgerechnet.
Hier gibt es ein Video dazu:
Einsatz von Teichbau-Mörtel
Der Zement braucht also eine bestimmte Wassermenge. Wenn er die nicht bekommt, wird ein Teil des Zementes nicht komplett abbinden können. Das ist z.B. dann der Fall, wenn sich das eigentlich ideale Wasser-/Zement-Verhältnis durch Verdunstung verändert.
Das Abbinden des Zementes erfolgt zum größten Teil in den ersten Stunden, die Kristallbildung zieht sich dann noch über etwa einen Monat. Nach ein paar Tagen ist der Unterschied unerheblich.

Wenn in der Startphase nicht genug Wasser zur Verfügung steht, reagiert der Zement nicht komplett, erhöht den pH-Wert und hat einen sehr hohen CO2-Bedarf. Das ist dann Konkurrenz zum Bedarf der Unterwasserpflanzen.
Einen solchen Wassermangel bei der Verarbeitung können wir gelegentlich auch nach 5 - 10 Jahren noch in den Wasseranalysen sehen.
Aus diesem Grunde:
Niemand verputzt bei den aktuellen 35°-Temperaturen ein Haus. Bei Teichen geht das auch nicht. Beste Ergebnisse gibt es, wenn man die Flächen mit einer dünnen Tapezierfolie abdeckt.


Gruß
Norbert von NaturaGart
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26 Jun 2019 09:56 - 26 Jun 2019 09:59 #28638 von Grobi
Hallo Norbert,

danke für die ausführliche Erklärung. Bis zu welchen Temperaturen wäre den beim Einsatz von Folie ein betonieren O.K.? Ich habe immer was von 30 Grad gelesen, wobei sich die auf den Frischbeton bezieht. Wie ist das dennn bei Sackware und Leitungswasser, was so um die 15-20 Grad hat?

Viele Grüße

Stefan
Letzte Änderung: 26 Jun 2019 09:59 von Grobi.

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26 Jun 2019 10:14 #28639 von Norbert
Eine allgemeinverbindliche Regelung gibt es nicht. Das hängt von der Himmelsrichtung, Windexposition und was auch immer ab.
Bei schwüler Wärme verdunstet nicht viel - wichtiger ist oft der Wind.
Versuche, im 20°-Bereich mit wenig Wind zu bleiben.
Ab 15° halte ich die Tapezierfolie für wichtig.
Wer das so macht, hat nie ein Problem.
Andernfalls gibt es zeitlich begrenzte pH-Wert-Erhöhungen, die immer noch in einem für öffentliches Trinkwasser zulässigen Bereich liegen. Höhere Werte sind fast immer zu heiß und keine Folie - lassen sich also leicht vermeiden.
Und auch dann braucht der Teich nur etwas länger.
Gruß
Norbert

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29 Jul 2019 01:37 #28862 von Avena
Hallo Stefan!
Welche Unterlagen musstest du damals für deine Baugenehmigung einreichen?
Reichen als Planungsunterlagen die Vorschläge von Naturagart aus und hast du einen Architekten benötigt?
Liebe Grüße ,Avena

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29 Jul 2019 19:33 #28864 von Grobi
Hallo Avena,

ich musste neben dem Bauantrag eine Skizze 1:100 einreichen, in der der Teichumriss dargestellt ist. Des Weiteren musste ich darlegen, wie ich den Überlauf gestalten will, wie viel es etwa kosten wird, eine Flurkarte (wenn ich mich richtig erinnere) sowie die ungefähre Oberflächen und Volumenberechnung. Das wars glaube ich. Einen Architekten brauchte ich nicht.


Liebe Grüße


Stefan

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