Topic-icon Teichprofil modellieren bei sehr steinigem Boden

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08 Sep 2019 16:26 - 08 Sep 2019 16:28 #29085 von Kalkstein
Hallo zusammen,

ich habe schon einige sehr interessante Beiträge hier im Forum gelesen und habe jetzt aber noch ein paar Fragen bezüglich der Modellierung des Teichprofils, die sich aufgrund des sehr steinigen Bodens ergeben haben (siehe Bilder).

Zunächst zu den Rahmenbedingungen: Die Wasseroberfläche inklusive zwei Filtergräben wird ungefähr 170 qm betragen.
Wir mussten zuerst einen Höhenunterschied von bis zu zwei Metern mit Gabionen, die wir überwiegend mit Steinen aus der Teichgrube und der Grube für die Zisternen mühsam gefüllt haben (insgesamt mehr als 80 Tonnen), ausgleichen.
Gerade sind wir dabei das Teichprofil mit den Terrassen wieder fast vollständig neu aufzubauen und zu verdichten. Hierbei haben wir bereits einmal für ein paar Tage eine 1,5t Grabenwalze ausgeliehen. Die Bilder im Anhang zeigen den Zustand nach drei Tagen intensiver Arbeit mit der Walze, inzwischen wurden das Profil schon ein bisschen nachgearbeitet. Der Plan ist, den "Rohbau", das heißt die restlichen Wälle und Stufen übernächste Woche abzuschließen. Den Teichrand sowie den Uferwall und den oberen Teil des Walls zwischen Schwimmteich und Filtergraben werden wir wohl mit Betonschalungssteinen betonieren.

Nun zu den Fragen: Ich habe gelesen, dass einige, die auch mit einem schwierigen Boden zu kämpfen hatten, die Schrägen und Stufen mit einer Betonschicht aus Beton mit geringerem Zementanteil verkleidet haben. Aus Zeitgründen haben wir uns überlegt, den Beton auch, wie zum Beispiel MuTiger anliefern zu lassen. An diejenigen, die das bereits so gemacht haben, wie habt ihr den Beton vom LKW in die Grube gebracht?
Ich denke, dass wenn man den Beton nur mit Schubkarren reinfährt der LKW doch eine ganze Zeit lang da bleiben müssten ;)
Oder gibt es noch andere Ideen, die Schrägen zu modellieren? (Schwemmsand oder ähnliches gibt es bei uns leider nicht). Eine Möglichkeit zu Modellierung der Stufen, also der ebenen Flächen wäre noch Mineralbeton, da dieser aber verdichtet werden muss, ist der wohl für die Schrägen nicht geeignet.

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten, ich bin für alle Anregungen und Tipps offen.
Viele Grüße von der Schwäbischen Alb.





Letzte Änderung: 08 Sep 2019 16:28 von Kalkstein.
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10 Sep 2019 06:19 - 10 Sep 2019 06:20 #29096 von HeikoG
Hallo Kalkstein,

du kannst dir doch den Fertigbeton (oder auch Transportbeton, sagen die Profis) auf eine ausgelegte Plane hinkippen lassen. Der Beton sollte einen Verzögerer drin haben, so hast du einige Stunden Zeit ihn an Ort und Stelle zu bringen, bevor er aushärtet.

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Viele Grüße aus Berlin
Heiko
Letzte Änderung: 10 Sep 2019 06:20 von HeikoG.

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10 Sep 2019 08:45 #29097 von Kalkstein
Hallo Heiko,

danke für den Tipp mit dem Verzögerer, an den hab ich noch gar nicht gedacht. Dann sollte die Verarbeitung nach dem Abkippen gut funktionieren und man hat genug Zeit.

Welchen Zementanteil sollte der Beton dann ungefähr haben? Die normale Mischung ist denke ich für den Einsatzzweck übertrieben und schadet wahrscheinlich eher der Folie, wenn der Beton zu hart und scharfkantig wird.
Würdet ihr empfehlen, ein weitmaschiges Armierungsgewebe (Also das das man normalerweise zum Verputzen nimmt) mit einzuarbeiten, oder ist das nicht nötig?

Gruß,
Kalkstein

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10 Sep 2019 12:47 #29103 von the_farmer
Beton immer gem. den Regeln anmischen. Beton kann auch nur "hart" oder "gar nicht"

Wackelpudding oder ein bisschen hart geht nicht.

Bei korrekter Bauweise nimmt die Folie keinen Schaden. Du panzerst sie ja als Schutz gegen Schäden.

Mehr Zement macht den Beton auch nicht scharfkantiger...

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10 Sep 2019 13:35 #29105 von Kalkstein

the_farmer schrieb: Bei korrekter Bauweise nimmt die Folie keinen Schaden. Du panzerst sie ja als Schutz gegen Schäden.


Ich glaube, dass du mich falsch verstanden hast, meine Frage bezog sich nicht auf die Panzerung oberhalb der Folie, also auf der Verbundmatte, sondern auf die Modellierung des Teichprofils unter dem Vlies aufgrund der Bodenverhältnisse.

the_farmer schrieb: Mehr Zement macht den Beton auch nicht scharfkantiger


Da hast du Recht, aber weniger Zement macht den Beton weniger scharfkantig ;) .
Ich habe hier im Forum schon gelesen, dass zum Ausgleichen und Stabilisieren unter dem Vlies Magermörtel verwendet wurde und bei dem ist das Mischungsverhältnis ja anders als bei "normalem" Beton da hier viel weniger Zement verwendet wird. Und dadurch verliert der Beton natürlich an Festigkeit, ist weicher und zerbröselbar.
Mich interessiert das genauen Mischungsverhältnis von dem Material, das sich diejenigen, die das schon machen mussten, vom Betonwerk liefern lassen haben. Ich werde die nächsten Tage auch selber mal noch beim Betonwerk nachfragen.

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11 Sep 2019 05:35 #29107 von Lenny
Hallo Kalkstein,
Mischungsverhältniss 1 zu 5. Auf jeden fall eine Armierung. Beton Arbeitet in den ersten 6 Monaten am Stärksten, bekommt Risse, dafür braucht man eine Armierung.
Wenn zu viel Zement drin ist, wird der Beton zu fett und die schwindungen werden stärker.
Das mit der Folie und dem verzögerer bei der Anlieferung ist Top, machen fast alle so.
Viel erfolg.

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