Topic-icon Leistungsminderung der Pumpe bei verlängertem Filterweg

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28 Jun 2020 15:30 #30143 von Alfons-Teich
Jetzt hatte ich ja geschrieben: "ich glaube...". Wie das so ist mit dem Glauben.

the_farmer behauptet nun was anderes, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Das wollte ich jetzt genauer wissen:
Innendurchmesser des Schlauches: 50 mm
Länge des Schlauches: 20 m
Pumpenleistung: 8500 l/h (angenommen)
Ein Berechnungsprogramm spuckt 58 mbar, ein anderes 53 mbar aus. Das entspricht 58 bzw. 53 cm Förderhöhe. Nimmt man für den freien Auslauf das von the_farmer empfohlenes (sehr geringes) Gefälle von 2 cm/m, muss ich die Filterkiste in 20 m Entfernung 40 cm höher stellen.
the_farmer hat also recht !
Die Rechnung wird sich wohl noch weiter zu Gunsten des freien Auslaufs verschieben, weil der Schlauch einen schlechteren Rauheitsbeiwert haben wird, als das blanke Rohr, mit dem die Programme mangels besserer Informationen rechnen.

Wenn wir aber gerade beim Rechnen sind:
Die 8000er NG-12V-Pumpe bringt nominal 133 l/min = 8 m³/h. Jetzt steht die Filterkiste direkt am Teich, der Auslauf plätschert 10 cm in den Teich, der Standardfilter ist 63 cm hoch. Förderhöhe ist demnach 73 cm. Da bringt die Pumpe noch 106 l/min= 6,36 m³/h. Druckverlust im 20m-Schlauch: 30 bis 35 cm. Also besser, als mit 20 m freiem Auslauf. Die Pumpenleistung reduziert sich jedoch noch weiter durch den Druckverlust im Schlauch. Bei einer Förderhöhe (73 cm + 35 cm) von 108 cm bringt diese Pumpe 95 l/min = 5,7 m³/h.
Steht die Filterkiste 20 m vom Teicheinlauf entfernt, brauche ich eine Förderhöhe von (10 cm + 63 cm + 40 cm) 113 cm. Der (kurze) Druckschlauch verursacht etwa 4 cm Druckverlust. Die 8000er Pumpe liefert dann 88 l/min = 5,28 m³/h.

Mein Fazit:
Mit einer 8000er Pumpe ist es fast egal, ob man weit pumpt und kurz fließen läßt, oder andersherum. (Mein "Glaube" hatte also doch eine ganz kleine Berechtigung.) Bei einer größeren Pumpe ist es von Vorteil, kurz zu pumpen und weit fließen zu lassen.
Das ganze soll für alle Mitleser ein Anreiz sein, doch mal genauer (Werbe-)Aussagen zu hinterfragen und selbst zu rechnen.

Für Susan:
Um den Filterkasten nett zu verstecken, ist ein Fleck etwas weg vom Teichufer sicher von Vorteil. Strömungstechnisch ist es zu verkraften. Nur das empfohlene sehr geringe Gefälle und die Aufweitung auf 110 sollte ordentlich ausgeführt werden.

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28 Jun 2020 19:44 #30148 von the_farmer
Wer viel misst misst Mist!

Das ist wie mit der Hummel, die nicht fliegen können dürfte.

Einfach ausprobieren.

Wenn ich dir nun sagen, dass unser Rücklaufrohr mit dem Filter hinter der Gartenhütte steht, bis zum Rand läuft, einen 90 Grad knickt nach vorne macht, in das Hinterteil eines weiteren NG reinläuft.
Mit dem zusätzlichem Wasser zusammen vorne raus bis zur Vorderseite der Hütte.
Einen rechtsknick,, ...quer zur Hütte. in der Mitte einen 5cm Schlenker nach oben und direkt wieder runter, um einen Schalungsstein zu überbrücken, linksknick richtung teick, 10 cm hoch über den teichrand, dann runter in den teich bis in 20cm Tiefe, dort dann endlich raus.

Jedes Berechnungsprogramm würde dich in die Ballerburg einliefern, Klappt aber trotzdem.
Energie geht niemals verloren. mit jedem cm bergrunter addiert sich die bewegungsenergie.

es war damals ein test. hätte auch damit leben können, das gefälle zu erhöhen. klappt nun aber seit über 8 jahren...

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30 Jun 2020 18:06 #30167 von Susan
Ganz lieben Dank für eure Tipps und spannende Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich werde versuchen einen guten Mittelweg zu finden und dann berichten. LG aus Magdeburg Marion u Susan

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