Topic-icon Probleme beim Pflanzenwachstum

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21 Okt 2018 09:46 #28031 von WasserElch
Hallo

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, habe ich Probleme mit dem Pflanzenwachstum im Filtergraben.

Die Pflanzen wurden im April gepflanzt. Vor allem das Hechtkraut ist auch zuerst sehr gut gewachsen und hat sogar geblüht. Als es dann im Sommer so brutal heiss war, haben sich die Pflanzen dann aber zurückgezogen und sind seitdem kaum wiedergekommen.

Anbei Fotos die ich am 13.10. gemacht habe:
Von den 5 Krebsscheren sind nur noch 2 zu finden und auch die sehen nicht sehr gesund aus und sind vor allem nicht mehr grün.


Die Wasserschrauben sind rotbraun statt grün und sehr niedrig.


Das Hechtkraut hat nur wenige grüne Triebe, die zudem klein sind (ich habe normales und Riesen-Hechtkraut, kann aber keinen Unterschied erkennen)


Auch das Tausendblatt ist nicht grün


Ich frage mich jetzt woran dieses dürftige Wachstum liegen könnte?
War es einfach zu heiss und die Pflanzen haben die lange Hitzedauer nicht vertragen?
Oder ist das Wasser zu alkalisch (pH-Wert 8,4°. Für Tiere zu alkalisch, aber wie sind die Auswirkungen auf Pflanzen)?
Oder hätte ich düngen müssen? (Nach der Startdüngung habe ich nicht weiter gedüngt, um die Algen im Schwimmteich zu dezimieren).
Oder haben die Frösche das Pflanzenwachstum beeinflusst? (Über 100 Frösche die sich, wenn sich jemand nähert, im Sand vergraben)

Nachdem ich das Hechtkraut vor ein paar Tagen zurückgeschnitten habe, habe ich direkt bei einem Hechtkraut einen Tannenwedel gefunden. Hat der überlebt, weil das Hechtkraut ihm Schatten gegeben hat?

Verschwunden sind also das Hornblatt, die Rotala (mglw. wächst noch ein sehr niedriges Exemplar zwischen den Wasserschrauben), Thalia Germinata und Wasserpest.

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21 Okt 2018 10:39 #28032 von Norbert
Guten Morgen,

der pH-Wert ist zwar hoch - aber nicht tödlich.
Die Wasserpest scheint einen Kalküberzug zu haben. Der stammt dann aus der biogenen Entkalkung - und üwrgt die Pflanzen irgendwann ab. Urache wäre dafür ein CO2-Mangel - wofür auch der pH-Wert spricht.
Die Wasserschrauben sind bei reichlich Licht immer rot-braun - das wäre ok.
Das Hechtkraut hätte ich jetzt noch nicht zurückgeschnitten - die haben ja nicht alle Nährstoffe zurückgewonnen. Damit schwächst du die zusätzlich.

Die Saison ist "durch" - daher jetzt auf keinen Fall düngen.
Wenn die Pflanzen im nächsten Jahr zögerlich starten, solltest Du eine Wasseranalyse beauftragen. Wir haben für solche Situationen Berechnungs-Standards.
Gruß
Norbert von NaturaGart

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21 Okt 2018 10:45 #28033 von salamander
Hallo,

so schlecht sieht es auf den Bildern für den ersten Sommer doch gar nicht aus. Wir haben auch einen PH-Wert von 8,4 und die Pflanzen wachsen. Gib den Pflanzen noch etwas Zeit.

Bei der Wasserschraube ist es normal das sich die Blätter im oberen Bereich rotbraun verfärben. Es ist auch normal das nicht alle Arten durchkommen. Krebsschere, Tannenwedel und Schwimmblatt-pflanzen gedeihen bei uns nur ganz schlecht.

Dagegen kommen Wasserschraube, Tausentblatt, Hechtkraut und Thalia sehr gut. Jedes Teichwasser ist halt anders, aber das pendelt sich schon ein. Was auch gut gedeihen sollte wäre eine Seerose, dann aber eine robuste Sorte.

Gruß Roland

www.teichbau-forum-naturagart.de/index.p...echnik-grube-aushebe
ST. 20.5 m x 11.0 m 1.35m tief
FG. 3.5 m x 10 m 0,6m tief
2 Saugsammler, 2 Pumpen 6500SKS
2 Standartfilter, 2 UVC 55
5 Bodenabläufe,Eigenbauskimmer
2 Zuläufe,
Wasservolumen 130000 Liter

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21 Okt 2018 16:28 #28036 von WasserElch
Hi Norbert, Hi Roland

Vielen Dank für eure ermutigende Antworten. Mit dem Kalküberzug hat Norbert ins Schwarze getroffen. Das Thema biogene Entkalkung war mir bisher unbekannt. Aber das scheint ja genau zu passen.

Kann es sein, dass ich zuviel gepflanzt habe (vor allem massenhaft Hechtkraut und dies dann auch noch gut gedüngt) und das Hechtkraut dann allen anderen Pflanzen das CO2 geklaut hat?
Seit ich das Hechtkraut geschnitten habe, kommen anscheinend auch wieder andere Pflanzen. Neben dem Tannenwedel (jetzt auch an zwei weiteren Stellen) mit einem sehr frischen Grün, habe ich heute wohl sogar Rotala entdecken können. Grün-Rote Spitzen aus einem Klumpen von dem ich bisher dachte es wäre eine tote Pflanze unter Sediment.

Bisher habe ich nur das Hechtkraut geschnitten.Sollte ich auch das Tausendblatt schneiden um die Kalkablagerungen aus dem Wasser zu entfernen oder besser versuchen den Kalk 'abzuschütteln' und schauen, ob das Tausendblatt dann noch etwas wächst?

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21 Okt 2018 19:54 #28038 von Norbert
Guten Abend allerseits,

das Hechtkraut ist nicht CO2-relevant (nimmt es aus der Luft). Hast Du bei viel Hitze Mörtel eingebaut?
Der Wachstums-Schub hat wahrscheinlich eher was mit den letzten warmen Tagen zu tun.
Ich würde jetzt nichts schneiden - es wird jetzt kälter, die können kaum noch wachsen. Brauchen also dann auch kein CO2 mehr.
Abschütteln kannst Du den Kalk nicht.
Bei dir geht es erst im nächsten März/April weiter.

Gruß
Norbert von NaturaGart

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23 Okt 2018 10:52 #28050 von WasserElch
Hi Norbert,

Nein, den Mörtel haben wir bei gemässigten Temperaturen eingebaut (von Anfang Oktober bis Mitte November). Ende November haben wir dann das Wasser eingefüllt.

Ich habe heute noch mal die Wasserwerte gemessen. kH bei 5dH und pH bei 7,6, also deutlich besser als noch vor einem Monat.

Soll ich noch das Tausendblatt schneiden um damit auch den Kalk auf den Blättern aus dem Filtergraben zu entfernen?

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