Topic-icon Teichbauprojekt / Fragen zum Anlegen des Steges und eines vermörtelten Bachlaufs

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23 Feb 2018 09:42 - 24 Feb 2018 07:03 #26608 von Sebastian
Hallo zusammen,
nachdem wir im Rahmen unseres Teichbaus durchaus reichlich von den Foreneinträgen profitiert haben,
möchten auch wir unseren Teil dazu beitragen, dieses Forum mit unseren Erfahrungen „anzureichern“.
Ich danke allen Nutzern an dieser Stelle herzlich für die guten Beiträge. Neben den Anleitungen von Naturagart war das eine echte Stütze!!! Wir haben alle Materialien (bis auf Mörtel und Sand) von Naturagart genommen und sind echt zufrieden, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle vielleicht einen Euro teurer war. Dafür hatten wir aber auch stets eine kompetente Rückfragemöglichkeit (von der wir auch reichlich Gebrauch gemacht haben). Auch dafür einen herzlichen Dank

Wir haben unseren Teichbau im Juni 2017 begonnen und im September beenden können. Einzig offen sind noch der Stegbau sowie das Anlegen eines kleinen Bachlaufs. Dazu habe ich auch noch zwei Fragen, die ich am Ende des Beitrages einmal gerne zur Diskussion stellen würde

Leider war das Jahr total verregnet, so dass wir permanent mit Grundwasser zu kämpfen hatten. Die Tiefe des Teichs liegt bei ca. 1,30 m (Gesamtvolumen ca. 40 Kubikmeter).
Wasser hatten wir ab ca. 1,10 m. Zwar hatten wir einen Sickergraben ausgehoben (bis ca. 150m Tiefe), allerdings hat es so stark geregnet, dass z.B. beim Vermörteln immer so viel Wasser am Teichgrund war, dass selbst Teile der Vermörtelung (im Feuchten Zustand) immer wieder nach oben gedrückt wurde (da war richtig Bewegung drin, denn der Schwimmer der Tauchpumpe löste immer erst ab einer Erhöhung des Grundwasserspiegels von 5-10 cm aus). Es war die Hölle!!! Um Gegendruck aufzubauen haben wir dann bereits nach 4 Tagen Wasser eingelassen. Trotzdem haben wir an einer Stelle am Boden jetzt eine Kante im Mörtel, aber egal, es ist halt nicht zu ändern. Eine alternative Grundwasserabsenkung war mir jedenfalls zu teuer, zumal es sich um einen Teich und nicht um einen Palast handelt...:-)
Vom Stressfaktor wäre es also vermutlich besser gewesen, nicht zu Vermörteln. Aber wir hatten uns das in den Kopf gesetzt und rein optisch sieht es natürlich (jetzt wo alles fertig und der Stress ein wenig verklungen ist) schon besser aus.
Wir haben den Teich manuell vermörtelt und das war an zwei Tagen gemacht. Die Vermörtelung reicht bis auf die oberste Stufe (das war einfacher zu handhaben, da beim Vermörteln selbst nicht das ganze Gewicht am Hang lag und so ein Herunterrutschen von Folie und Verbundmatte vermieden werden konnte. Außerdem haben wir die Hangflächen von unten nach oben vermörtelt).
Anschließend haben wir die Ufermatte einfach auf die oberste Stufe geklebt und uferseitig (wie bei Naturagart vorgesehen) verklemmt. Der Uferwall selbst besteht aus Rasenkanten, die in einem Mörtelbett stehen. Ich bin damit eigentlich zufrieden. Als "Notlösung" wie bei Naturagart beschrieben sehe ich das eher weniger. Es hatte einfach Platzgründe, hält aber...

Die Bepflanzung haben wir dann drei Wochen nach dem Befüllen des Teiches vorgenommen (der Ph-Wert hat erstaunlicherweise gepasst). Zeitgleich ist dann auch schon der erste Frosch eingezogen. Aus Sorge, dass er noch seinen Verwandten Bescheid sagt und wir regelmäßige Konzerte bekommen, haben wir ihn aber alsbald an einen in der Nähe gelegenen Bach umgesiedelt.

Soviel also in aller Kürze zu unserem Projekt. Wenn ihr Fragen haben solltet, dann meldet euch einfach dazu. Gerne berichte ich von unseren Erfahrungen zu einzelnen Bauabschnitten.

Jetzt habe ich wie angekündigt noch zwei Fragen:
1. Wir wollen dieses Jahr einen Steg anlegen. Er soll (wie auf den Bildern ersichtlich auf dem Uferwall zwischen Schwimmteich und Filtergraben verlaufen. Der Plan ist, auf dem Uferwall flache Rasenkanten aufzulegen und darauf zunächst einen Unterbau aus Holz und dann die Stegplatten zu befestigen (aufgrund des Bogens werden wir einen Eigenbau vornehmen und nicht auf die Teile von Naturagart zurückgreifen können). Ich möchte die Folie auf dem Uferwall nur ungern durchbohren, um Fundamente anzulegen (kleinere Fundamentstreifen sind vorhanden, aber irgendwie habe ich Sorge…). Am Beginn des Steges und am Ende würde ich je zwei Fundamente setzen, da die entsprechenden Stellen außerhalb des Teiches liegen. Hier im Forum habe ich dazu nur kleinere Beiträge gelesen, daher hier nochmal die Frage, ob das evtl. jemand ähnlich gemacht und Erfahrungen damit hat
2. Unseren Bachlauf wollen wir ebenfalls vermörteln. Da unser Filtergraben mit 4 m relativ kurz ist, möchte ich gerne den Bachlauf so anlegen, dass auch dort ein tieferer Abschnitt (für Unterwasserpflanzen) (quasi eine Ergänzung des Filtergrabens). Am Ende des Bachlaufs soll dann ein flacherer Teil entstehen. Ich habe die „Bachbroschüre“ von Naturagart gelesen, allerdings zu meiner Kernfrage nicht wirklich etwas finden können. Meine Sorge ist, dass mir (insbesondere im flachen Teil des Baches, der ja beim Ausschalten der Pumpe ggf. fast trocken liegen wird) der Mörtel im Winter abplatzt. Zwar würde ich den Rand des Baches wiederum mit Ufermatte bedecken (Reste habe ich noch), allerdings möchte ich die Mitte des Baches (aus optischen Gründen) nicht mit der Ufermatte abdecken sondern nur vermörteln und ggf. mit ein paar Steinen dekorieren. Wie habt ihr euren Bachlauf angelegt? Habt ihr Abplatzungen im Mörtel? Sind die "erträglich? Oder sollte man das Vermörteln besser lassen?
Letzte Änderung: 24 Feb 2018 07:03 von Sebastian. Begründung: textliche Ergänzung
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23 Feb 2018 19:04 #26609 von salamander
Hallo,

wie breit ist den der Wall zwischen FG und ST ? Man kann es auf den Bildern schlecht erkennen.
Ohne ein paar Detailaufnahmen des Walls kann man nur schlecht einen Tipp geben.

Mach mal ein paar Bilder des Walls aus allen Richtungen.

Gruß Roland

www.teichbau-forum-naturagart.de/index.p...echnik-grube-aushebe
ST. 20.5 m x 11.0 m 1.35m tief
FG. 3.5 m x 10 m 0,6m tief
2 Saugsammler, 2 Pumpen 6500SKS
2 Standartfilter, 2 UVC 55
5 Bodenabläufe,Eigenbauskimmer
2 Zuläufe,
Wasservolumen 130000 Liter

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24 Feb 2018 06:53 #26611 von Sebastian
Hallo,
erstmal danke erstmal für die schnelle Reaktion.
Also, der Bereich zwischen Schwimmteich und Filter graben ist im Mittel ca. 80 cm breit. An den Enden wird es etwas breiter, da ich das ganze (zur Vermeidung scharfer Ecken wegen der Faltenbildung beim Verlegen der Folie) sanft auslaufen lassen wollte. An den Enden beträgt die Breite also ca. 1,30 m. Der Bereich der Dammdurchführung ist ein wenig schmaler.

Die Idee ist jetzt, auf den Uferwall Rasenkanten in ca. 1 m Abstand aufzulegen (quer), damit der Steg später möglichst wenig Erdkontakt hat. Den Höhenausgleich würde (ich sofern erforderlich, da der Wall einigermaßen in Waage liegen sollte) einfach mit Sand machen. Hierauf wiederum würde ich in Längsrichtung Leisten aus Lärche auflegen (Stärke um 4-5 cm). Wegen des Bogens würde ich die Leisten jeweils auf 2 m Länge zuschneiden und die einzelnen Teile mit Winkeln verbinden. Damit eine Parallelität der Unterkonstruktion gewährleistet ist würde ich diese natürlich in Querrichtung untereinander verbinden. Dann würden darauf die Stegbretter kommen.
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24 Feb 2018 19:01 - 25 Feb 2018 03:59 #26612 von salamander
Hallo,

das ist bestimmt so machbar. Du kannst halt keinen allzu großen Überstand machen sonst könnte das ganze wackeln oder kippen.

Du könntest aber auch quer zum Trennwall einige Streifenfundamente betonieren die bis zur ersten Stufe reichen. dadurch könntest du den Steg breiter gestalten (Überhang übers Wasser) und das ganze würde stabiler.

Gruß Roland

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24 Feb 2018 22:16 #26613 von Mr.DD
an sich kann man bauen was und wie man möchte.... musst nur erst mal wissen was du genau willst danach überlegen wie man es am besten baut ;)
bei meinem geraden UW kein problem gewesen aber auch geschwungen machbar.
Bachlauf ist so ne sache wegen des auskühlens des wassers bei nacht oder nur einen einlauf ?

MfG Daniel
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25 Feb 2018 18:56 #26614 von Sebastian
Hallo,
ja den Überhang würde ich nicht zu groß machen, wegen des Kippelns. Ich plane so 5-10 cm je Seite...
Wie gesagt, ich habe zwei Streifenfundamente unter der Folie (quer zum Wall). Die habe ich aber nur als "Sicherheit" gemacht, für den Fall, dass das mit dem Auflegen nicht klappt.
Da das Holz aber ein nicht unerhebliches Eigengewicht hat, wollte ich ganz gerne die Variante mit dem Auflegen (dann ohne großen Überhang) versuchen.
Insofern beruhigt mich deine Einschätzung durchaus. Vielen Dank dafür

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