Topic-icon Inbetriebnahme Pumpe - Füllen des Saugschlauchs mit Wasser

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03 Jun 2020 08:58 #29913 von Rolando di Cello
Hallo,

ich darf mich gleich mit einer zweiten Frage an euch wenden. Wie nehmt ihr eure Teichpumpen in Betrieb? Die Pumpen sind ja nicht selbstansaugend - d.h. man muss die Saugleitung mit Wasser füllen, die Pumpe einschalten und erst dann wird Wasser gefördert.

Noch kann ich den Saugschlauch aus dem Wasser nahmen, mit Wasser füllen und die Technik in Betrieb nehmen. Wenn im Filtergraben mal Pflanzen wachsen, kann ich nur noch schlecht die Saugleitung herausnehmen um diese mit Wasser zu füllen.



An der Stelle, wo die Leitung über den Teichrand (Uferband) muss, habe ich zwangsläufig eine Lufttasche (siehe roter Pfeil). Die Pumpe saugt das vorhandene Wasser in der Leitung an, fördert aber dann nicht mehr weiter, sobald die Luft aus der Lufttasche bei der Pumpe ist.

Mir bleibt in meinen Augen nichts anderes übrig, als jedes Frühjahr den Saugschlauch aus dem Teich zu nehmen (die Pflanzen in dem Bereich werden darunter leiden) und diesen dann mit Wasser zu füllen.
Alternativ habe ich mir überlegt, an der höchsten Stelle einen Kugelhahn anzubringen, an dem ich die Luft aus dem Schlauch mit einer Vakuumpumpe ziehen kann. Ob das funktioniert, weiß ich allerdings nicht so richtig.

Vielen Dank für eure Antworten und viele Grüße
Roland
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03 Jun 2020 09:24 #29914 von Alfons-Teich
Hallo Roland,

leider, leider wird das mit Deiner Pumpenanordnung nie dauerhaft funktionieren.
Selbst wenn Du zu Beginn die Leitung komplett mit Wasser befüllst, wird durch Ausgasen des Teichwassers sich immer wieder eine Blase an der höchsten Stelle bilden, welche den Pumpbetrieb lahm legt. Hier droht u. U. auch ein Schaden an der Pumpe.
Die einzige Möglichkeit ist, die Pumpe in den Filtergraben zu geben. Idealerweise liegt sie in einem Pumpenschacht, dann ist der Bereich pflanzenfrei und die Pumpe lässt sich vor dem Winter gut entnehmen. Wenn das nicht mehr passt, kann sie aber auch einfach so auf einem Kiesbett oder einem Stein liegen.
Wenn der Naturagart-Pumpenschacht wirklich nicht mehr hinpasst (es gibt auch eine flache Variante), kannst Du vielleicht irgend eine andere "Kiste" oder einen Eimer oder dergleichen zweckentfremden. Die Pumpe ist ja wirklich nicht sehr groß.

Apropos "nicht sehr groß": Für einen 100 m³-Teich mit Filtergraben und Bachlauf (welcher Höhenunterschied ?) ist die 3500er Pumpe ganz schön knapp dimensioniert. Ich bin ja kein Freund von irren Pumpleistungen, die von manchen "Ratgebern" (mit Intensivtierhaltung im Teich) propagiert werden, aber laut Kennlinie bleiben bei 1,5 m Höhe (Filterkiste + Bachlauf = grobe Schätzung) noch 1,7 m³ pro Stunde übrig. Das heißt, dass der Teich rein rechnerisch aller 2,5 Tage umgewälzt wird. Da bekommen möglicherweise die Pflanzen im Filtergraben nicht viel zu futtern...

Gruß
Alfons

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03 Jun 2020 09:43 - 03 Jun 2020 09:43 #29916 von Rolando di Cello
Hallo Alfons,

danke für deine Antwort und Hinweise.

Luft dürfte ja erst wieder ins System kommen, wenn am Vorfilter Luft angesaugt wird. Bei ausreichendem Wasserstand kommt das aber nicht vor. Die Pumpe schaltet auch ab, wenn Luft kommt (X-Mal so gewesen bei der ersten Inbetriebnahme) - so kann ich einen Defekt eigentlich ausschließen.

Ich möchte eigentlich vermeiden, die Pumpe ins Wasser zu stellen. Elektrische Teile (auch wenn die Pumpe nur 12 V Sicherheitskleinspannung hat) gehören meines Erachtens nicht ins Wasser.
Anders sieht es bei der Pumpe für den Bachlauf aus. Diese gibt es nur in 230 V. Die darf ich gar nicht in den Schwimmteich stellen! In diesem Fall bleibt mir gar keine andere Lösung als die von mir skizzierte.

Die Dimension der Pumpe müsste eigentlich schon passen. Diese wurde mir in Kombination mit einem 1 1/2''-Schlauch von NaturaGart so empfohlen.
Die Pumpe fördert 3.500 l pro Stunde (84.000 l/d), was fast einer kompletten Umwälzung am Tag bedeutet. Die Pumpe fördert nur den Filtergraben (Höhenunterschied 0 m). Der Bachlauf ist separat.

Viele Grüße
Roland
Letzte Änderung: 03 Jun 2020 09:43 von Rolando di Cello.

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03 Jun 2020 10:02 #29919 von Alfons-Teich
Hallo Roland,

Luft ist reichlich im Wasser gelöst. Die gast bei Druckverringerung aus. Die Pumpe erzeugt den Unterdruck - die Gasblase wird sich früher oder später bilden. Darauf wette ich - auch wenn ich überhaupt kein Spieler bin.
Die nichtselbstansaugenden Pumpen können gar nicht anders, als unter Wasser zu stehen. Dafür sind sie konstruiert und in Schutzkleinspannungsvariante auch im Defektfall sicher.
Warum es für den Bachlauf eine spezielle Pumpe, die es nur als 230V-Version gibt, sein muss, verstehe ich nicht. Aber auch hier wird es früher oder später ein Gasblasenproblem geben.
Aber: Versuch macht kluch...

Bin gespannt.
Alfons

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03 Jun 2020 10:10 #29920 von Rolando di Cello
Hallo Alfons,

wenn etwas Luft oben im Schlauch drin ist, macht das nichts. Die Luftblase wird mit dem Wasser durchgespült. Wo ich die Pumpen in Betrieb genommen habe, kam an Anfang etwas weniger Wasser und erst nach ein paar Sekunden kam die volle Menge. Da wurde die noch vorhandene Luft durchgespült. Als diese weg war, kam die volle Menge.

Ja, mit der 12V-Pumpe hätte ich keinen so großen Schmerz, wenn diese im Wasser steht. Die 230V-Pumpe des Bachlaufs kommt aber auf keinen Fall ins Wasser.
Die größte Pumpe von NaturaGart mit 12 V hat 12.000 l/h. Für meinen Bachlauf brauche ich aber mindestens 16.000 l/h. Das NaturaGart mir so ermittelt (hier spielt die breiteste Staustufe eine Rolle, so dass diese ganz überflutet wird). Und Pumpen dieser Förderklasse gibt es nur mit 230 V. Also muss die raus vom Teich.

Viele Grüße
Roland

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05 Jun 2020 07:53 #29930 von Rolando di Cello
Guten Morgen,

hat hier niemand mehr noch eine Idee oder Anregung?

Viele Grüße
Roland

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