Topic-icon Filtergraben undicht unter Mörtel Was tun ?

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07 Feb 2021 12:28 #31213 von Sabbel
jetzt hatten wir im späten Herz stolz diese Bilder aufgenommen und jetzt haben wir die nächste Katastrophe.
Zu Erklärung: die hinter dem Filtergraben ist eine L Stein Mauer. Wir wohnen im Hang und haben die mauer immer in Stufen versetzt insgesamt 6m hoch gezogen. Alles gut verdichtet, Eisen rein, das hätte gehalten wenn nicht die erste Undichtigkeit gewesen wäre.
Zu Beginn hatten wir nach dem Einbau des Flansch durch zum Durchgang zur Pumpe eine Undichtigkeit gehabt.
Über Nacht sind da mehrere Liter ( ca. 10m³ ) Wasser rausgelaufen und haben uns die L -Stein-Ecke wo das Gartenhäuschen drauf steht unterspült.
Mein Mann hat da Schaum unter die Folie vom Flansch gesprüht und somit konnte die Folie nicht mehr so angedrückt werden und aus dem Gewinde des Flansch gezogen werden.
Wir haben das Gartenhaus wieder hochgebockt und alles wieder gerichtet. Das wir jetzt 5 cm weniger Wasser einfüllen können haben wir in Kauf genommen. Ist halt so, dass ganze Projekt war mit Kompromissen gepflastert.
Bis vor 2 Tagen war auch absolute Ruhe. Klares Wasser, kein Wasserverlust.

Jetzt ist auf einmal die Wand vom Filtergraben wieder abgesackt. Ca. 4 cm auf der gesamten Länge. Mauer seitlich, Gartenhaus, Terrassenpflaster, Akkurinnen….alles
hat Schaden genommen. Und es fehlt Wasser im Filtergraben trotz Regen. Wir haben die Dammdurchführung geschlossen und es sinkt im FG.
Ich habe mit Lebensmittelfarbe schauen wollen ob es irgendwo weg zieht, aber das tut es nicht.
Da jetzt die gegenüberliegende Seite vom Häuschen auch um 4 cm runter gekracht ist, glaube ich nicht an den Flunsch.
Wir wissen nicht wie wir die Undichtigkeit finden können. Bleibt uns nichts anderes als Wasser raus, Mörtel abschlagen und Folie testen ?
Sand raus, Pflanzen in dem Müll? Uferbefestigung raus ? Alles neu ?????
Und dann? Finden wir da überhaupt was?
Wir sind mehr als verzweifelt. Was wenn alles einstürzt...da sind Häuser drunter.
Eine neue Folienbahn drüber zeihen bringt auch nix, weil es ja immer sein kann, dass unter der Dammdurchführung weiter Wasser sickert und dann unter der neuen Folie wieder weiter durch ein Leck sickert.
Ich kann mir nicht vorstellen alles wieder rauszureißen, Die Pflastersteine weg, Uferbefestigung, Gartenhaus...Horror. Bei uns ist Weltuntergangsstimmung !
Weiß jemand Rat?
Ich habe schon an meinen Teichbauberater geschrieben. Vielleicht kommt auch von der Seite Hilfe..
Danke im Voraus !

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08 Feb 2021 13:39 #31221 von the_farmer
Wenn ich das richtig rausgehört habe, steht eine L-Steinmauer am Hang. Die Mauer oder der Hang ist abgesackt und darunter stehen weitere Wohnhäuser?

Dann würde ich mir um das Wasser keine Gedanken machen.
.
Ein Anruf bei der Feuerwehr und eine gute Privathaftpflicht mit Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässgkeit (alternativ: Rechnung des GALA Bauers, der die Mauer hochgezogen hat, falls nicht selbst gemauert) wäre wesentlich angebrachter.

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11 Feb 2021 19:21 #31228 von Sabbel
Wow, Danke! Das hat jetzt geholfen :-(
Ist doch klar, dass ich mir um ein paar m³ Wasser keine Sorgen mache. Aber irgendwo läuft es wohl immer noch. Ich pumpe ab, es gleicht sich aus und dann verliert sich wieder was.
Keine Ahnung was wir tun sollen.
Ich hätte so gerne einen Gartenlandschaftbauer der Naturagart Partner ist, dem ich das in die Hände legen kann.
Aber ich weiß keinen und glaubt mir, ich schlafe schon nicht mehr !!!
Der Telefonkontakt von Naturagart sagt, dass man beim dem Frost eh nix machen kann.
Später vielleicht den Einsatz eines Leckagesuchgerätes. Aber so lange muß ich ja schauen das nix läuft.
Also lasse ich so lange Wasser ab, bis nix mehr läuft.
Tolle Situation. Noch sind die Tische nicht mit der Rückenflosse draußen, aber bald.
Wenn ich jemand wüßte der das für uns regeln könnte, ein Fachmann, ein Gala Bauer, ich würde auf Knien hinrutschen, glaub mir !

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12 Feb 2021 07:41 - 12 Feb 2021 07:41 #31232 von Alfons-Teich
Hallo Sabbel,

Du hast mein volles Mitgefühl bei Deiner vertrackten Situation!
Viel Arbeit, Zeit und Geld in so ein Herzensprojekt gesteckt und dann so ein Schaden, das ist mehr als ärgerlich.
Doch Panik ist nicht hilfreich. Du solltest Stück für Stück die Situation analysieren und Dich auch gedanklich damit vertraut machen, dass es wohl noch ein Stück Arbeit ist, bis es am Ende gut wird.
Konntest Du die L-Stein-Wand in Augenschein nehmen? Sieht man dort Anzeichen für Setzungen oder Verschiebungen?
Wenn dort alles stimmt (was ich vermute) wird sich vermutlich die Hinterfüllung der Wand verdichtet haben und dadurch der Untergrund des Filtergrabens abgesackt sein. Du schriebst zwar, alles wäre gut verdichtet worden. Die Verdichtungsleistung von Rüttelplatten oder Stampfern wird aber regelmäßig weit überschätzt. Dann hat eindringendes Wasser, insbesondere von Deinem Flansch-Schaden, aber auch Regenwasser, nachgeholfen, den Boden zu verdichten oder auch wegzuspülen.
Auf solche frisch gebauten Konstrukte einen Teich zu setzen, ist kritisch! Die Last des Wassers auf gewachsenen Boden aufzubringen, ist immer die bessere Wahl. Geht das nicht, muss man mit solchen Setzungen rechnen. Dafür sollte man reichlich Folienüberschuss vorsehen, nicht nur am oberen Teichrand, sondern auch und vor allem in zahlreichen Extra-Falten am Boden und in den Ecken des Teiches. Unter dem Sand und den Pflanzen stören die Falten überhaupt nicht, können aber bei nachgebendem Boden sehr helfen.
In Deinem Fall kann man jetzt erstmal nur die Ruhe bewahren, den Frost abwarten. Den Teich würde ich vom Filterteich abtrennen - alle Schieber zu, Rohrbogen nach oben aufstecken. Wasser kann notfalls auch nur im Teich umgewälzt werden. Die Pflanzen im Filterteich sind momentan sowieso in Ruhe. Bei einer späteren Sanierung kann man die rausholen und in Mörtelkübeln überleben lassen.
Später muss man die Folie des Filterteiches hervorholen, auf Schäden untersuchen. Wenn sie unbeschädigt ist, lässt sie sich wieder einbauen. Der Filterteich wird dann zum Erreichen einer Folienreserve etwas flacher oder schmaler, oder man klebt talseitig einen Streifen an. So alt ist die Folie noch nicht, das ist hinzukriegen.
Ich würde natürlich versuchen, so gut es geht den Untergrund aufzufüllen und zu verdichten, trotzdem würde ich für mehrere Jahre den oberen Rand der Folie überstehen lassen und weitere Setzungen abwarten.
Den Test mit dem Lecksuchgerät würde ich sicherlich auch machen. Wie das funktioniert, welche Ergebnisse und Erkenntnisse man damit bekommt, interessiert mich sehr. Es wäre schön, wenn Du berichten würdest.
Kopf hoch! Es ist noch ein bisschen Arbeit, aber das Problem ist lösbar.

Gruß
Alfons
Letzte Änderung: 12 Feb 2021 07:41 von Alfons-Teich.

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12 Feb 2021 16:20 #31234 von the_farmer
Bevor ich mich um den Teich kümmere, würde ich mich um die Statik kümmern. Eine Undichtigkeit zu finden, ist immer möglich.
Aber eine Mauer, die sich einmal gesetzt hat, ist nienieniemals stabil.

Im besten Fall wird sie eine gewisse Zeit durch das Eisen zusammengehalten.

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13 Feb 2021 09:24 #31236 von Alfons-Teich
Die Wand muss natürlich begutachtet werden. Gibt es dort Setzungen oder Verschiebungen, wird die Baustelle schon schwieriger und größer.
Ich wollte aber Sabbel ein bisschen die Panik nehmen und plädiere für kühle Analyse.
Leider können wir so kaum helfen, da wir fast keine Informationen zur Bauausführung der L-Stein-Wand haben. Beschreibungen und Fotos aus der Bauphase wären hilfreich.
Wie hoch sind die einzelnen L-Steine ?
Womit wurde aufgefüllt, wie verdichtet ?
Wie wurde das Planum für die unterste und die nächsten Ebenen hergerichtet ?
Anhand der Beschreibung sind es mehrere Stufen. Hier kann ich mir natürlich gut vorstellen, dass jede Stufe auf nicht ausreichend verdichtetem Grund steht und dadurch eine Setzung der Wand (-abschnitte) erfolgt ist.
In einem Punkt muss ich the_farmers Aussage aber relativieren: Eine Wand, die sich gesetzt hat, kann später durchaus stabil sein. Sie hat sich dann ihren tragfähigen Grund gesucht, der aber eben nicht dort ist, wie der Erbauer sich das gedacht hat. Ein Baufachmann sollte da aber auf jeden Fall mal einen Blick drauf werfen.
Übrigens: Jede Mauer, jede Wand, jedes Bauwerk setzt sich. Das liegt in der Natur der Sache, da alle Untergründe nie absolut unverformbar sind. Ein normales, richtig gebautes Wohnhaus kann sich durchaus 10 mm setzen. Merkt man auch nicht, solange es nur auf der gesamten Hausfläche gleichmäßig ist. Kritisch ist es erst dann, wenn der Grund in einer Ecke weicher ist. Dann gibt es im Bauwerk Spannungen und im schlimmsten Fall Risse.

Gruß
Alfons

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