Topic-icon Schwimmteichbau im Süden 2022

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16 Mai 2022 20:35 #33687 von Cop69
Werte Teichbaugemeinde,

nach langer Recherche und unzähligen Abenden/Nächten, vergraben im Forum und der NaturaGart-Literatur, haben nun vor rund zwei Wochen die Aushubarbeiten an meinem Schwimmteich begonnen.
Wie viele Nutzer im Forum konnte auch ich von den vielen Teichbau-Dokus und Diskussionen gewaltig profitieren und doch sind immer noch genügend Fragen übrig geblieben, die ich mit den fachkundigen Forum-Usern und mit Hilfe den immer sehr freundlichen NaturaGart-Mitarbeitern lösen möchte.

Grundsätzlich hatte ich eigentlich nur den Plan, den Goldfischteich - ein Betontrog des Vorbesitzers - durch einen Naturteich zu ersetzen. Dann kam immer mehr die Idee auf, daraus einen Schwimmteich zu basteln. Dies zum Verständnis, da ich eher auch Pflanzen im Schwimmteich und nicht nur im Filtergraben haben möchte und auch grundsätzlich eher an eine organische Teichform (mit allen Widrigkeiten in der Folienverlegung) gedacht habe. Möglicherweise werde ich in den kommenden Arbeitsschritten eines besseren belehrt?!
Deswegen möchte ich auch versuchen, mit einem Minimum an Technik auszukommen, wobei der Platz für einen späteren Filter bzw. UV-Lampeneinbau bereits vorgesehen ist.

Die Teichgröße wird sich auf ca.12 Meter Länge und 7-9 Meter breite erstrecken. Die Tiefe - wie empfohlen - auf 130 cm ebenso eingeplant sind die 10 cm sowie die 50 cm-Tiefenstufen. Auf die unterste Stufe möchte ich verzichten.

Zum Thema "Ufergraben" habe ich mir sehr lange und ausführlich Gedanken gemacht, da ich aber ohnehin einen sehr intensiv bepflanzen Garten habe, werden diese, zu Gunsten der Wasserfläche, nicht eingebaut.

In Sachen Zielsaugtechnik werde ich nicht auf einen Saugsammler zurückgreifen. Hier konnte ich aus der intensiven Diskussion in der Teichdoku vom "Mupfel" (Teichbau auf der Schwäbischen Alb) wichtige Erkenntnisse für mich gewinnen. Und da auch ich nur zwei Sedimentfallen einbauen werde, versuche ich es ebenfalls mit dem direkten Weg durch den Dammdurchbruch. "Mupfel"durfte ich vor wenigen Wochen zu Hause besuchen und mir weitere Tipps aus seinen Erfahrungen geben lassen. So hat er mir empfohlen einen externen Pumpenschacht einzubauen, obwohl ich - so wie er - mit einer Niedervoltpumpe arbeiten werde. Zu einem abschließenden Ergebnis bin ich noch nicht gekommen, da der externe Pumpenschacht wegen des Gefälles meines Grundstücks doch deutlich in die Tiefe gehen müsste.
Auch beim (40 bis 50 cm breiten) Damm habe ich mich wegen der Topographie noch nicht final für die weitere Vorgehensweise entschieden.
Vor die grundsätzliche Frage gestellt, ob ich die flachere Seite des Grundstücks mit einem Wall auffange oder im höher gelegenen Teil eine Böschung haben werde, entschied ich mich für letzteres. Dadurch liegt der Damm jedoch auf einer Höhe von bis zu 30 cm über dem Wasserspiegel. Nun bin ich am Überlegen, ob ich diesen bis auf eine Höhe von ca. 10 cm reduziere, um den Kapillarkräften eine Chance zu geben, den Damm ergrünen zu lassen oder die aktuelle Höhe beibehalte und möglicherweise die Folie über dem Damm auftrenne, so wie es einige gemacht haben, bei denen der Abstand zwischen ST und FG ohnehin größer war...

Ich versuche euch auf dem Laufenden zu halten und hoffe durch die sicher kommenden Diskussionen dazulernen zu können!

Grüße aus dem Süden der Republik
Cop69

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17 Mai 2022 05:49 #33688 von Alfons-Teich
Hallo Cop69,

Glückwunsch zum Projektstart. Das wird noch schweißtreibend, aber es wird sich lohnen!
Die Form gefällt mir sehr gut, der Teich ist schön in den Garten eingebettet, es wird ein toller neuer Mittelpunkt.

Mein Teich hat eine ähnliche Größe. Ich habe drei Sedimentfallen und hätte, nach heutigen Erfahrungen, gern vier oder gar fünf verbaut (trotz des heftigen Preises und der zusätzlichen Bastelei mit den Schläuchen). Das Thema ist (bei allen Teichfreunden) jetzt im Frühjahr sehr akut: Wie bekomme ich den Mulm aus dem Teich? Man kann das große Besteck auspacken, d.h. den Schlammsauger anwerfen. Das ist mir oft zu mühselig, zu laut, außerdem fürchte ich ständig um die Kleinlebewesen (Molche, Libellenlarven). Eine deutlich schonendere Art, den Mulm aus dem Teich zu bekommen, ist, ihn durch sanfte Kehrbewegungen in die Sedimentfallen zu verfrachten. Das geht aus meiner Erfahrung nur auf kurzen Strecken gut (bis ca. 1,5 m), deshalb der Wunsch nach den vielen Sedimentfallen.

Für den externen Pumpenschacht fallen mir ad hoc keine Argumente ein. Dagegen spricht die zusätzliche Schwachstelle Foliendurchdringung. Vielleicht offenbarst Du Deine Gedanken dazu.

Den Damm ansteigen zu lassen, wird unnatürlich aussehen. Lass ihn so flach über der Wasserlinie wie möglich, am Ufer dann ein, zwei Trittstufen. Oder Du trägst noch etwas Erdreich hinter dem Baum ab und der Pfad über den Damm steigt an Land sanft an.

Weiterhin viel Elan, der Teich wird toll!

Gruß
Alfons

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17 Mai 2022 07:08 #33691 von Lohschneider
Servus,
auch von meiner Seite ein paar Kommentare: Deine Teichform ist schön, aber nicht unproblematisch wegen der Folienverlegung. Hat sich das NG angeschaut, bzw. so geplant?
Eine organische Form ist schön, solche "Buchten" machen es einem mit der Folie sehr schwer.
Den externen Pumpenschacht kann ich nicht nachvollziehen, bei einer 12V Lösung in meinen Augen keine praktische Lösung. Warum kein Saugsammler?
Warum willst du die Folie am Damm auftrennen?
Zum Mulm: Ich habe 4 Sedimentfallen, bin aber der Meinung, dass die Wirkungsweise der Sedimentfallen überschätzt wird. Außerdem finde ich, dass man den FG auch mit Mulm überlasten kann, nach meiner Meinung gehört die große Menge an Mulm raus aus dem Teich. Das was an Schwebstoffen und auf natürlichem Weg über die Sedimentfalle in den FG gelangt reicht völlig, alles weitere gehört abgesaugt und vergossen. Ich sammle das abgesaugte Wasser, lasse den Mulm sich absetzen, theoretisch könnte ich das klare Wasser dann wieder in den Teich pumpen. Je nach Wetter macht das Sinn oder braucht es auch nicht. Wir achten auch sehr auf unsere Kleinstlebewesen, daher haben wir vor Saisonstart gesaugt und werden ein weiteres Mal saugen, wenn die Kaulquappen usw. verschwunden sind. Die Molche verdrücken sich nach meiner Erfahrung vor dem Sauger...

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17 Mai 2022 19:48 #33700 von Cop69
Hallo Alfons, hallo Lohschneider,

vielen Dank für eure Kommentare. Ich dachte mir schon, dass da was zu diesen Themen kommt!

Tatsächlich habe ich bei NaturaGart wegen der Anzahl der Sedimentfallen nachgefragt... die Antwort war, dass es dicke reichen würde?! Mal schauen, ob ich das nochmal abändere.

Zum externen Pumpenschacht hatte ich bereits geschrieben, dass mich der User "Mupfel" darauf gebracht, hat - er meinte, einen Flansch zu setzen, wäre nicht so wild und mit dem externen Schacht könne man jederzeit auf eine stärkere Pumpe ausweichen. Auch hier bin ich nicht am Ende meiner Überlegungen.

Alfons, das mit dem Damm war genau die Alternative, die ich mir auch ausgedacht hatte - also Damm abflachen und Trittsteine verlegen. (In einigen Dokus wird andererseits der Hinweis gegeben, dass man diesen auch als "Insel" gestalten kann und deswegen die Folie aufschneidet - damit müsste man eben auf beiden Seiten eine Saugsperre installieren... gibt es auch in den NaturaGart-Unterlagen.)

Teichform... ich weiß... aber die eine Bucht neben dem Nussbaum wird der Einlauf sein und nicht unter die - 10 cm Stufe gehen und die Bucht schräg gegenüber, also an den Treppen von der Terrasse her kommend, wird der Einstieg mit Stufen auf - 10, -30, -50 sowie-70. also auch nicht absolut in die Tiefe gehend - ich hoffe, das klappt!

Grüße
Cop

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18 Mai 2022 06:13 #33706 von Lohschneider
Also wenn die Begründung lautet: bei einem externen Schacht kann man jederzeit auf eine stärkere Pumpe ausweichen... da kann ich nur sagen: Das kann ich mit 12V im Teich auch lösen. Z.B. mit einer zweiten Pumpe. Wenn man tatsächlich eine stärkere Pumpe benötigt muss man ja auch sehen, ob die bestehende Leitung überhaupt reicht. Bei uns waren zwei Pumpen geplant, haben dann aber doch nur eine Pumpe eingebaut und auch nur eine Leitung zum Filter verlegt. Aber wie gesagt, mit einer zweiten 12V Pumpe kann ich meine Umwälzleistung genauso vergrößern, also ist das Argument nicht nachvollziehbar.
In meinen Augen birgt der externe Pumpenschacht nur Risiken und mehr Aufwand.

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18 Mai 2022 06:37 #33708 von Cop69
Yup, sehe ich eigentlich genauso… deswegen hatte ich trotzdem mal die Thematik zur Diskussion gestellt.

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